Comenius-Projekt

Unsere Schule wird in den nächsten zwei Jahren wieder an einem Erasmus+ Projekt teilnehmen. Im Rahmen dieses Projektes mit dem Titel “Working with refugees to celebrate diversity” werden wir mit Partnerschulen in Barcelona, Spanien, Thessaloniki, Griechenland und Alcamo, Italien zusammenarbeiten. Ziel wird es sein Vorurteilen entgegenzutreten und Toleranz aufzubauen. Dies soll u.a. durch Gespräche mit Geflüchteten oder mit Mitarbeitern von Flüchtlingseinrichtungen und durch gemeinsame Aktivitäten mit den geflüchteten Kindern an unserer Schule erreicht werden.

Innerhalb dieses Projektes werden wir mit einer kleinen Gruppe von Schülerinnen und Schülern die jeweiligen Partnerschulen besuchen und während des Aufenthaltes in Gastfamilien leben.  Die TeilnehmerInnen werden innerhalb von etwa fünf Tagen Erfahrungen und erarbeitete Ergebnisse austauschen. Diese gesammelten Erfahrungen sollen dann in einem Film und in einem graphischen Roman zusammengefasst werden.

Für die Durchführung dieses Projektes suchen wir aus den Klassenstufen 8 bis Q1 ca. 30 interessierte Schülerinnen und Schüler, die zum einen bereit sind zwei Jahre aktiv mitzuarbeiten, zum anderen aber auch die Möglichkeit haben eine/n Gastschüler/in aufzunehmen.

Falls ihr Interesse habt, meldet euch bitte bei Frau Brunstein oder Frau Degener.

Wir schaffen das!

 

Als im April 2015 an unserer Schule die erste Sprachfördergruppe (SFG) für die Kinder der Geflüchteten eingerichtet wurde, hallte es uns allen nach wie "Mutti" uns zugerufen hatte: "Wir schaffen das!" Viele rätselten damals wie die Mammutaufgabe der Integration von so vielen Flüchtlingen aus Krisengebieten bewältigt werden sollte.

Das Kollegium des Comenius-Gymnasiums beschloss damals mit überwältigender Mehrheit, dass auch unsere Schule sich dieser Herausforderung stellen sollte.

 

Seit April 2015 arbeiten die Kollegen und ich nun mit über 20 Kindern aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran. Diese Kinder haben zum großen Teil eine schlimme Vergangenheit hinter sich und eine ungewisse Zukunft vor sich.

Alle müssen sich neben den ganz persönlichen Problemen aber derselben Aufgabe stellen: Die deutsche Sprache erlernen. Auch für uns Lehrer ist diese Aufgabe der Wissensvermittlung an die Flüchtlingskinder insofern eine Herausforderung, als dass wir ohne Lehrplan und viel mit Intuition und Bauchgefühl unterrichten. Die Integration in den Regelunterricht gelingt ehrlicherweise nicht immer, und so muss viel binnendifferenziert werden. Für mich persönlich ist es aber schön zu sehen, dass sich unsere Schülerschaft so engagiert um ihre geflüchteten MitschülerInnen bemüht.

 

Genau an dieser Stelle möchte das neue Erasmus+ Projekt "Meeting the Other: Refugees and Diversity"anknüpfen, an dem NeuntklässlerInnen und SchülerInnen der EF und Q1 teilnehmen. Das erste Projekt der Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Frau Degener war die Teilnahme an der Aktion "Eine Million Sterne" der Caritas Datteln am Samstag, den 18.11.2017.
Etliche Kinder aus der SFG berichteten von ihrer Flucht und legten vor allem dar, wer ihnen auf der Flucht oder bei ihrem Leben in Deutschland bislang geholfen hat. Die Dankbarkeit, die in diesen Texten (siehe Anhang!) deutlich wird, sollte für uns alle Ansporn sein, weiterzumachen und dabei zu helfen, dass diese Kinder und ihre Familien eine Chance auf eine Zukunft haben - in Deutschland oder vielleicht auch irgendwann wieder in ihren Heimatländern.

 

Ruqia, ein Mädchen aus Afghanistan, erklärt beispielhaft auf eindrucksvolle Weise, wie viel ihr das Leben in Deutschland bedeutet und bedankt sich: "Es gibt endlich Sicherheit, ich kann in Ruhe schlafen, ohne Angst haben zu müssen, dass mich jemand töten will. Ihr lebt hier ein sorgenfreies Leben und wisst gar nicht, wie viel das bedeutet. Ich lebe jetzt in Datteln, einer kleinen, schönen Stadt, und genieße es hier zu sein. Endlich habe ich das Gefühl, dass ich auch ein Mensch bin und kann leben, wie ich leben will."


Der Dank der Kinder gilt vor allem Mitarbeitern der Caritas, Nachbarn, aber natürlich auch ihren Eltern und Verwandten. Viele "danken Deutschland für all die Hilfe" und nennen dafür stellvertretend viele unterrichtende LehrerInnen des Comenius-Gymnasiums. Anwesende Kollegen wie Herr Koch als Klassenlehrer der SFG oder Herr Steier freuen sich gemeinsam mit Frau Schollas, die die kreative Gestaltung im Rahmen des Projektes übernimmt, Frau Degener und mir über den gelungenen Auftritt der bunten Truppe. Veranstaltungen wie "Eine Million Sterne" oder auch das Erasmus+ Projekt generell zeigen, dass wir Vieles schaffen können. Das muss auch ich mir an vielen anstrengenden Tagen immer wieder aufs Neue verdeutlichen. Die Zusammenarbeit mit Schülern innerhalb dieses Projektes ist unheimlich sinnstiftend und es ist schön zu sehen, wie dieses von der EU geförderte Projekt Brücken zwischen Geflüchteten und Deutschen baut. Der Dank und das Lächeln aller Beteiligter ist bei Weitem der schönste Lohn!

 

 

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Das letzte Projekt widmete sich dem Thema Alternative Energien.

Das Comenius-Projekt zum Thema „Renewable Energies - Energies for the Future?!“, an dem 25 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9-Q1 teilnahmen, hat in der vergangenen Woche seinen eindrucksvollen Endpunkt gefunden. Zum Abschluss des 2jährigen Kooperationsprojektes mit Schulen in Estland, Griechenland und Spanien, welches von der EU finanziert wird, beschäftigten sich die Schüler nach diversen "Icebreaking Activities" mit der Zukunftsträchtigkeit des Eon-Kohlekraftwerkes "Datteln 4". Herr Schlottmann (Eon) gab uns einen eindrucksvollen Einblick in das umstrittene Projekt und Herr und Herr Schmitz der IG Meistersiedlung legten in einer Diskussionsrunde ihre Bedenken gegen das Kraftwerk dar. Den SchülerInnen wurde so verdeutlicht, dass Energiegewinnung ein Thema ist, welches alle Bürger angeht und in Zukunft weiter an Relevanz gewinnen wird. Eine Radtour entlang der Dattelner Kanäle führte uns in Anschluss nach Waltrop zu einer Biogasanlage.

 

Dienstag gestalteten die Schüler Flyer zum Thema "Energy saving options" bevor wir uns die Klimakommune Saerbeck ansahen, die sich für 2030 das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, komplett autark die Stadt allein mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu versorgen. Eine Besichtigung in Münster rundete den Tag ab.

 

Mittwoch gewannen wir beeindruckende Einblicke in den Braunkohleabbau, indem wir das "Geisterdorf" Immerath besichtigten und bei einer Führung durch das RWE-betriebenen Braunkohleabbaugelände kritisch hinterfragen.
Der Donnerstag bot einen Workshop zum Thema "Zero-Energy-Houses" und als Highlight wurde eine selbstgebaute Biogasanlage getestet.

 

Zum Ende der Woche evaluierten die SchülerInnen gemeinsam das Gesamtprojekt und feierten abends gemeinsam das Ende eines gelungenen Projektes.

 

Unser herzlicher Dank gilt allen teilnehmenden SchülerInnen, allen Lehrkräften sowie den Gastfamilien, ohne deren Mitwirken die Woche nicht zu einem solchen Erfolg hätte werden können.

Zum Schluss sollen die Schüler selbst zu Wort kommen, für die wir das Projekt machen und die das Projekt folgendermaßen evaluierten:

"I think that the Comenius Project is very good. It gives you the possibility to get to know more about saving energy, but it also offers you the opportunity to meet different people, to dicover new cultures and cities. I think it is a great chance for all the students to participate in this project. The trip is very interesting and an unforgettable experience. By meeting people from different countries you learn to communicate with them in English. This is a great way to practise one's English skills. Also the workshops in different groups at school were very good because in this way we got to know each other even better. That is why all the students have become very good friends. I think everybody has enjoyed the time with the Comenius people! I will never forget you. I already miss you guys. Hope to see you again in the future."

Kontakte:

Comenius-Gymnasium Datteln
Südring 150
45711 Datteln

Tel.: 02363 3747-0
Fax: 02363 3747-22

 

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Dépendance Erprobungsstufe

Hagemer Kirchweg 5
45711 Datteln

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