XLAB 2017

Chemie Leistungskurs besucht das XLab-Schülerlabor in Göttingen

von Nick Röttger

 

Wer am Comenius-Gymnasium den Leistungskurs Chemie anwählt darf sich freuen. Eine Woche lang konnten wir in einem professionellen Labor chemische Experimente durchführen.

 

Als wir am Montag nach einer etwa dreistündigen Busfahrt in der Jugendherberge angekommen waren, hieß es erst einmal Betten beziehen. Viel Zeit konnten wir uns allerdings nicht nehmen, denn am ersten Tag stand die Erkundung Gottingens auf dem Programm. In einer Stadtführung mit dem Schwerpunkt “Rund ums Gänseliesel” konnten wir uns einen ersten Eindruck von der schönen Stadt Göttingen machen. Natürlich hatten wir auch noch Zeit um die Innenstadt auf eigene Faust zu erkunden.

Am zweiten Tag ging es ins Labor. Zu Fuß machten wir uns schon um 8:20 Uhr auf zum XLab und der erste Tag stand ganz im Zeichen der Säuren und Basen. In einer fast unüberschaubaren Anzahl von Titrationen konnten wir unser Wissen aus dem Unterricht wieder auffrischen. Das Essen in der Mensa war nicht nur günstig, sondern auch hervorragend!

Mittwoch und Donnerstag haben wir uns mit neuen Themen beschäftigt. An diesen beiden Experimentiertagen standen “organische Reaktionsmechanismen” auf dem Programm. Um etwas anzugeben hier nur ein paar Beispiele: Bromierungsreaktionen an Alkenen, Cracken von Erdöldestillaten, Herstellung eines Apfelaromas…

Für Abwechslung vom Laboralltag sorgte am Donnerstag ein Abend im Bowling-Center.

Am Freitagmorgen sind wir ein letztes Mal zum XLAB gelaufen. Diesmal haben wir allerdings nicht experimentiert, sondern den Fachbereich Chemie an der Uni-Göttingen erkundet. Ein Chemiestudent hat uns viele Laboratorien der Uni-Göttingen gezeigt und wir hatten die Chance, Fragen zum Studium zu stellen. Mittags ging es dann wieder zurück nach Datteln.

Alles in allem war die Woche sehr interessant und hilfreich, denn wir konnten viele Experimente ausprobieren, die schon allein aus Sicherheitsgründen in der Schule nicht möglich wären. Obwohl die drei Tage im Labor für uns ungewohnt lang und anstrengend waren, haben wir einen guten Einblick in den Fachbereich der Chemie bekommen.

XLAB 2016

Wer den Chemie LK wählt kann sich freuen, denn es steht nicht nur eine Abschlussfahrt wie für die anderen LKs an, sondern auch eine Fahrt nach Göttingen in der Q1.
Noch nicht davon gehört? Da manche Experimente an unserer Schule nicht gemacht werden können, aus Sicherheitsgründen oder da das Equipment fehlt, fährt der Chemie LK immer nach Göttingen in das XLAB, wo man fünf Tage lang die Stadt erkundet und Experimente eigenständig im Labor durchführen kann.


Hier ein paar Anmerkungen und Tipps meinerseits, denn ich war dieses Jahr dabei.
Typischerweise findet die Fahrt vor den Osterferien statt, am Montagmorgen sind wir mit dem Bus losgefahren, eine etwa dreistündige Fahrt, dann kommt man in dem ziemlich hügeligen Göttingen an und darf erstmal die Zimmer beziehen. Spannende Angelegenheit, sucht also immer die richtigen Mitbewohner aus ;)

 

Frau Aschhoff, Herr Dr. Penz, es tut mir leid, aber das gehört hier rein: Wer mit diesen
Lehrern die Fahrt macht, kann sich schon einmal auf sportliche Leistungen vorbereiten, mein Tipp wäre hier einige Tage vorher mit ausgedehnten Spaziergängen oder Joggingrunden anzufangen, denn man kann davon ausgehen laufen zu müssen, also unbedingt auch bequeme Schuhe mitnehmen.


Der erste Tag begann nämlich mit einer Stadtführung, nachdem die Zimmer bezogen waren
sind wir in die Innenstadt gelaufen, zunächst Freizeit, dann ein bisschen historischer Input
über Göttingen, eine Stadt die sehr stolz auf ihre Wissenschaftler zu sein scheint.
Ein wenig erschöpft kamen wir dann in der Jugendherberge an und das Essen wartete schon, keine Sorge, das Essen ist in Ordnung, aber es gibt noch etwas Besseres…


Der zweite Tag begann früh, um 7.10 Uhr wurde das Frühstück serviert, um 8.10 Uhr gingen wir dann Richtung XLAB los, 35 Minuten braucht man, wenn man läuft, der absolut
schlimmste Teil –jedenfalls für mich- der rote Weg. Ein grausam langweiliges Stück Weg
gepflastert mit roten Steinen, die nie zu enden scheinen, aber dann hat man es fast geschafft. Im XLAB angekommen wurden wir zunächst begrüßt, ein wenig eingeführt und haben dann schon die ersten Experimente besprochen, begonnen haben wir mit organischen Reaktionsmechanismen. Das bedeutet Bromierungsreaktionen an Alkanen und Alkenen, sowie das Cracken eines Erdöldestillats und Substitutionsreaktionen an Halogenalkanen. So schön die Experimente und das eigene Arbeiten auch sind, aber jetzt komme ich zu dem wohl faszinierendsten Teil –das Mensaessen. Wir alle haben diese Mensa geliebt und werden das Essen vermissen, denn es ist wirklich lecker und preiswert, ich habe niemanden erlebt, der sich darüber beschwert hat, und Abnehmen ist bei der Auswahl auch unmöglich. Betet dafür die Kartoffelchips zu erwischen.


Am Mittwoch gab es einen Mix, es stand noch die Herstellung und die Eigenschaften von
Ethen und Diethylether aus, da die Experimente aber lange dauern und es nicht genügend
Abzüge gibt, konnten wir auch Experimente zu Polymeren durchführen, still und heimlich ist
das mein liebster Teil. Wer gerne mal einen Flummi herstellen möchte oder einen Kokon aus Nylon, der wird sich darauf auch freuen.


Der Donnerstag gehörte den Säuren und Basen, also ein Tag voller Titrationen und Analysen am Laptop. Am Nachmittag jedoch wurden wir von Studenten über den Nordcampus geführt und sie haben uns einige Fragen beantwortet, ich muss sagen, dass es ziemlich aufschlussreich war und definitiv wert zuzuhören. Aber kommen wir zu dem Teil, den ich noch nicht erwähnt habe: Unser Abendprogramm. Für gewöhnlich saßen wir auf den Zimmern der anderen und haben Gesellschaftsspiele gespielt, um 22 Uhr ist Bettruhe, um 24 Uhr Nachtruhe. Aber am Donnerstag hatten wir einen abendlichen Programmpunkt, wir waren Bowlen, was mich leicht frustriert hat, weil ich noch nie so schlecht im Bowlen war.


Freitag, schon fast das Ende, die Koffer standen schon gepackt, als wir am Morgen ein letztes Mal zum XLAB liefen, ein letztes Mal standen wir im Labor und bewunderten die hübschen Farben die mit Säuren, Basen und Indikatoren zustande kamen. Um die Mittagszeit wurden wir schon von unserem Bus abgeholt, packten in der Jugendherberge noch die Koffer ein und machten uns dann wieder auf den Weg nach Hause.


Ein (ziemlich persönlicher) Bericht von Viktoria Bednarski

XLAB 2015

Bereits seit 2003 fördert die Engel-Stiftung der Eheleute Engel aus Marl alljährlich die Fahrt des Leistungskurses Chemie nach Göttingen. Die Schülerinnen und Schüler können dort im größten Schülerlabor Deutschlands unter universitären Bedingungen Experimente durchführen und bekommen spezielle Seminare, die speziell auf die Obligatorik des Faches Chemie abgestimmt sind.

 

In 2015 machte sich der Chemie-LK der Q1 unter der Leitung von Frau Uphues auf den Weg und lernte am Beispiel der Zitronensäure, wie man eine zunächst unbekannte Verbindung schrittweise so untersucht, dass man sie eindeutig identifizieren kann. Dazu werden Geräte wie ein CNMR-Spektroskop eingesetzt, das es in der Schule aus Kostengründen gar nicht gibt.  Diese Untersuchungen nahmen 1,5 Tage in Anspruch (Montag und Dienstag)

 

Am Mittwoch beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit organischen Reaktionsmechanismen und konnten selber mit Brom arbeiten, was in der Schule gar nicht möglich wäre. Abends sorgte der Besuch einer Bowling-Bahn für den nötigen Ausgleich, weil inzwischen die Schüler doch feststellen mussten, dass Laborarbeit reichlich anstrengend sein kann.

 

Am Donnerstag standen vormittags die Polymere auf dem Programm und nachmittags eine Stadtführung rund um das Gänseliesel.

 

Leuchterscheinungen wie Lumineszenz und Fluroreszens bildeten am Freitag einen "strahlenden" Abschluss.

 

Der LK, Frau Uphues und die Begleiterin Frau Jankord bedanken sich recht herzlich bei der Engel-Stiftung ohne deren großzügige Spende diese lehrreiche Woche nicht mögich gewesen wäre.

Kontakte:

Comenius-Gymnasium Datteln
Südring 150
45711 Datteln

Tel.: 02363 3747-0
Fax: 02363 3747-22

 

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Dépendance Erprobungsstufe

Hagemer Kirchweg 5
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