Fachschaft Französisch

Bruxelles-Brüssel: eine Reise in die Frankophonie

 

Manchmal braucht es einen Schubs von außen, um Neues zu entdecken und dies trifft wohl auch auf die Kurzreise nach Brüssel zu, die 21 Schülerinnen und Schüler aus der EF und Q1 in Begleitung von Frau Merse und Frau Berger vom 2. auf den 3. November unternahmen. Erst die Tatsache, dass „Belgien“, „Leben in einer Metropole“ und „Europa“ Abiturthemen 2020 für Französisch sein werden, brachte uns auf die Idee, uns auf den Weg in die europäische Hauptstadt zu machen und uns einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Nach drei Stunden Fahrt, empfing Bruxelles uns mit strahlendem Sonnenschein, der die Kugel des Atomiums verheißungsvoll zum Glitzern brachte. Von oben genossen wir die Aussicht auf das unerwartet grüne Brüssel, um anschließend durch Mini-Europa zu schlendern, wo viele berühmte Bauwerke Europas nachgebildet waren, zu denen auf Knopfdruck die passende Nationalhymne erklang.

Nach einem schnellen Einchecken in der Jugendherberge (die französische Art, Betten zu beziehen führte zu einiger Irritation, wurde aber bewältigt), spazierten wir durch die Innenstadt und hörten einige Kurzreferate zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Grandios die „Grand Place“, der Hauptplatz von Brüssel und seine prachtvollen Bauten, kurios der Maenneken Pis! Abends erkundeten die Schüler auf eigene Faust die Metropole.

Am nächsten Morgen besichtigten wir das sehr interessante Parlamentarium, das Besucherzentrum des europäischen Parlaments. Die Ausstellung vermittelte sehr eindrücklich, welch ein ungeheuerlicher Schritt die Schaffung einer gemeinsamen Union nach Jahrzenten der Kriege und nationalen Machtpolitiken für die europäischen Staaten darstellte. In einem nachempfundenen Plenarsaal konnte man den Weg eines europäischen Gesetzes bis zur Abstimmung verfolgen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit, am Ende der Ausstellung, ihre persönlichen Wünsche und Prioritäten für die zukünftige europäische Politik zu formulieren.
Im Anschluss stärkten wir uns mit echt belgischen Fritten, zu denen es eine imposante Auswahl an leckeren Soßen gab und für die wir wirklich lange anstehen mussten!

Die Auswahl zwischen dem von Frau Berger und Frau Merse angebotenem Museum und der freien Zeit war schnell getroffen und so verging der Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein mit Tourismus und Shoppen. Wer eine Buchhandlung aufsuchte, verstand, was es konkret bedeutet, dass Brüssel eine zweisprachige Stadt ist: Jedes Buch steht doppelt im Regal, einmal in Französisch und einmal in Niederländisch.
Am Abend kehrten wir ein wenig müde aber bester Laune (unter Absingen diverser Pop-Hits und Schlager) nach zwei Tagen voller Eindrücke wieder nach Datteln zurück.

Französisch: eine Sprache, die Spaß macht!

 

Das konnten heute Morgen die vier 5er-Klassen selber erleben. In der Klasse der 5b wurde ein Stuhlkreis gebaut und und Julian Lesieur, ein „echter“ Franzose aus dem Norden von Paris, der seit zwei Jahren in Münster wohnt und für das Institut français arbeitet, half den Schülerinnen und Schülern die ersten französischen Wörter und sogar Sätze zu lernen und auszusprechen.

 

Zuerst lernten sie die verschiedenen Möglichkeiten sich zu begrüßen, denn man begrüßt nicht den Präsidenten Emmanuel Macron und die Kanzlerin Angela Merkel, wie man seinen besten Freund/seine beste Freundin begrüßt.

„Bonjour, madame Merkel et monsieur Macron“.

„Salut, Paul, coucou, la classe“.

Und sogar einen „Wesh“ haben die SchülerInnen gelernt, die neueste Weise sich Hallo zu sagen, indem man sich Hand gegen Hand und Faust gegen Faust begrüßt.

 

Um sich besser kennenzulernen muss man sich auch vorstellen können, seinen Namen, seine Adresse, sein Alter angeben, erzählen, welche Sprache(n) man sprechen kann und was man unheimlich gerne mag.

Fünf vollständige Sätze mussten die Schülerinnen lernen, um das Würfelspiel zu machen. Mit der Musik von Stromae „Papa, où t'es?“ als Begleitung wurde der große Würfel immer weiter gegeben, bis die Musik stoppte. Der/Diejenige, die den Ball noch in den Händen hatte, musste würfeln und je nach Zahl Satz 1, 2, 3, 4 oder 5 sprechen. Die 6 war die Glückszahl! Der/Die SchülerIn durfte dann alle Sätze aussprechen. Harte Arbeit! Diese Zahl war natürlich sehr beliebt und wurde laut durch alle skandiert.

 

Das zweite Spiel war ein Farbentwisterspiel. Verschiedene Farben (grün, blau, rot, gelb, weiß, orange) wurden auf den Boden gelegt. Je zwei SchülerInnen wurden aufgerufen und mussten auf die Farbe zeigen, die gerade von Julian ausgesprchen wurde. Einige Farben sind leicht zu erlernen (wie z.B. bleu), aber andere sind schwierig, vor allem, wenn die Farben schwarz und grau dazu kommen und wenn man  zwei, drei Farben auf einmal mit Händen und Füßen zeigen muss. Gelacht wurde sehr viel bei diesem Spiel.

 

Ganz wichtig bei dieser etwas anderen Unterrichtsstunde: Es wurde nur französisch gesprochen. Die SchülerInnen dachten, Julian kann nur französisch und Frau Berger ließ sie das glauben -   weder sprach sie Deutsch noch übersetzte sie.

Mit Gestik und Mimik, mit vielen Wörtern, die den deutschen Wörtern ähneln, verstanden die SchülerInnen alles und spielten fantastisch mit.

 

Zu ihrer großen Überraschung fragte Julian am Ende der Stunde auf deutsch : „Hat es euch gefallen?“ Und er bekam einen Riesenapplaus von den begeisterten Kindern. Diese durften noch zur  französischen Sprache, zu Julian oder zu anderen französischen gesellschaftlichen Themen viele Fragen wie z.B. : „Was ist ihre Lieblingsfußballmannschaft?“

Und was meinen Sie? Paris St-Germain?

Nein, sondern AS Monaco.

 

Einen großen Dank an Julian von uns allen für diesen gelungenen Vormittag!

So schmeckt der Französischunterricht!

 

Sprache und Kultur gehören zusammen, deshalb verlegte der Grundkurs Q2 Französisch von Frau Merse seinen Unterricht für ein paar Stunden in die Treffpunkt-Küche um ein 4-gängiges Menü zu zaubern:

 

1.Vorspeise/entrée: Quiche Lorraine (eine salzige Käse-Speck-Torte aus Lothringen) und Spinat-Quiche für die Vegetarier


2.Hauptgericht/ plat principal: Coq au vin (Hühnchen in Rotweinsauce aus dem Burgund); gratin dauphinois (Kartoffelauflauf aus der Dauphiné)


3.Käseplatte/plateau de fromage


4.Nachtisch/dessert: Crème brûlée

 

Das Resultat war köstlich, der Grundkurs Französisch hat seine Kultur-und Küchenprüfung mit Bravour bestanden!

Frankophonie bei Bayer

 

Im Rahmen des deutsch-französischen Entdeckungstages, der vom Deutsch-Französischen Jugendwerk angeboten wird, haben 31 Schülerinnen und Schüler der Französischkurse des Comenius-Gymnasiums einen Tag im „CHEMPARK Leverkusen“ verbracht. Dort waren sie zu Gast bei der Firma Bayer, lernten Geschichte und Organisation des Unternehmens kennen, hörten Vorträge zur „Frankophonie bei Bayer“ und „Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen“ und speisten ausgiebig im „Kasino“. Sie erfuhren, wie wichtig Fremdsprachen in international agierenden Unternehmen sind und bekamen als Ratschlag mit auf den Weg: „Nutzen Sie die Zeit, die Sie ohnehin in der Schule verbringen müssen, um Sprachen zu lernen – wer weiß, wie das Leben spielt und wofür sie sie noch einmal brauchen können!“

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