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Fördermaßnahmen des aktuellen Halbjahres befinden sich im Download.
Lernen neu entdecken: Der Comenius-Campus
Wie lernt man eigentlich, eigene Ideen umzusetzen, Probleme zu lösen und selbstständig zu arbeiten? Genau darum geht es beim neuen Comenius-Campus am Comenius-Gymnasium Datteln.
Seit diesem Schuljahr arbeiten die Schülerinnen und Schüler des Jahrganges 7 an eigenen Projekten, die sie selbst entwickeln und über mehrere Monate hinweg bearbeiten. Ob Technik, Umwelt, Sport, Kunst, Medien oder gesellschaftliche Themen – im Mittelpunkt stehen die Interessen und Ideen der Lernenden.
Einmal im Monat findet dafür ein besonderer Projekttag statt. An diesen Tagen wird geforscht, gebaut, gestaltet, geplant und präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch wichtige Fähigkeiten für ihre Zukunft: selbstständiges Arbeiten, Teamarbeit, Zeitmanagement, Kreativität und Problemlösung.
Besonders wichtig ist uns dabei: Die Kinder sollen nicht einfach Informationen sammeln, sondern eigene Fragen entwickeln und Lösungen suchen. Lehrkräfte begleiten den Prozess als Lerncoaches und unterstützen die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg.
Die bisherigen Rückmeldungen zeigen: Der Comenius-Campus motiviert, stärkt das Selbstvertrauen und macht Lernen auf neue Weise erfahrbar. Viele Schülerinnen und Schüler erleben dabei, wie spannend es sein kann, eigene Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.
Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam neue Wege des Lernens zu entdecken!
02.07.2026, Dr. A. Benthaus
Präsentationstag des Comenius‑Campus: Die Jahrgangsstufe 7 zeigt, wie Zukunftslernen aussieht
Der Comenius‑Campus hat am vergangenen Dienstagnachmittag eindrucksvoll gezeigt, wie selbstreguliertes Lernen die Schule verändert. Die gesamte Jahrgangsstufe 7 sowie die Teilnehmenden des Begabten‑Förder‑Projekts „Drehtürmodell“ (FFPA) präsentierten am 30. Juni 2026 ihre Jahresprojekte – Ergebnisse eines Lernprozesses, der über viele Monate hinweg von Neugier, Eigenständigkeit und echter Begeisterung geprägt war.
Nach der Eröffnung auf dem Schulhof durch Schulleiterin Dr. Alexia Benthaus und den Mittelstufenkoordinator Meinolf Scheumann öffnete sich das Schulgebäude für eine große Projektmesse. Die Mensa, Fachräume und Flure verwandelten sich in einen lebendigen Lernmarkt, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre selbstgewählten Themen präsentierten – von gesellschaftlichen Fragen wie „Obdachlosigkeit“ über naturwissenschaftliche Projekte wie „Pflanzenanatomie“ bis hin zu globalen Perspektiven wie „Tourismus in LA“.
Im Kreativbereich entstanden Manga‑Projekte, Podcasts und historische Recherchen; die Biologieräume boten Gesundheitsstationen, Herzmodelle und technische Konstruktionen; das Digitallabor zeigte Programmierarbeiten, Spieleentwicklungen und erste KI‑Experimente.
Das Drehtürmodell präsentierte seine Projekte in eigenen Räumen und demonstrierte, wie individuelle Begabungen durch flexible Lernzeiten gefördert werden können.
Parallel zur offenen Messe fanden strukturierte Präsentationsrunden statt. In vier Fachräumen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte in 30‑Minuten‑Slots vor – darunter historische Themen wie „Anne Frank“ oder „Kalter Krieg“ sowie naturwissenschaftliche Arbeiten wie „Chitosan-Beschichtungen“, „Windmessballons“ oder „Herzinfarkt“.
Die thematische Breite zeigte eindrucksvoll, wie intensiv sich die Jugendlichen mit ihren Themen auseinandergesetzt haben.
Viele Eltern folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, die Projekte ihrer Kinder zu erleben. Die Atmosphäre war geprägt von Neugier, Stolz und intensiven Gesprächen zwischen Lernenden, Eltern und Lehrkräften. Projektleiter Christoph Schulz, Lehrkraft für Chemie und Geschichte am Comenius-Gymnasium, betont, wie wichtig diese Anerkennung für die Lernenden sei.
Zum Abschluss versammelte sich die Schulgemeinschaft erneut auf dem Schulhof, um die Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu würdigen. Nach drei Stunden voller Austausch und Inspiration endete der Präsentationstag – und hinterließ das Gefühl, dass hier ein Lernformat wächst, das die Schule nachhaltig prägt.
Der Präsentationstag des Comenius‑Campus hat gezeigt, wie selbstreguliertes Lernen Schülerinnen und Schüler befähigt, Verantwortung zu übernehmen, eigene Fragen zu verfolgen und kreative Lösungen zu entwickeln. Die Jahrgangsstufe 7 und die Teilnehmenden des Drehtürmodells präsentierten Projekte, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch die große Vielfalt individueller Interessen sichtbar machten.
Wir danken allen Lehrkräften, die engagiert die Projekte über die letzten Monate begleitet haben, und insbesondere dem Projektleiter des „Campus“, Christoph Schulz, der mit der AG „Zukunftsfähiges Lernen“ Garant für das Gelingen des wunderbaren Präsentationsnachmittags war.
Fotos: J. Mahlmeister
Fordermaßnahmen im 2. Halbjahr - Begabtenförderung im Drehtürmodell
Das Drehtürmodell ist ein Projekt zur individuellen Förderung von besonders leistungsstarken Lernenden. Die nominierten Teilnehmenden arbeiten wöchentlich je zwei Stunden an Themen des eigenen Interesses und schreiben dazu eine Projektarbeit oder erarbeiten ein Projektposter und halten zum Abschluss einen Vortrag über ihr Projektthema.
Ziel dieser Begabungsförderung ist es, Schülerinnen und Schüler in Bereichen ihrer individuellen Interessen und Begabungen herauszufordern und sie damit zugleich bei der Entwicklung ihrer Lernkompetenzen zu fördern. Dazu wird das interessengeleitete Arbeiten zur Einübung von Strategien des selbstregulierten und des forschenden Lernens genutzt.
Die Teilnehmenden entwickeln eine Fragestellung nach ihren persönlichen Interessen und orientieren sich am forschungslogischen Prozess. Das Projekt gliedert sich dabei in die Phasen Themenwahl, Informationsrecherche, Produktdokumentation und Ergebnispräsentation. In jeder Phase steht die Förderung bestimmter Lernstrategien, wie Zeitmanagementstrategien, Visualisierungsstrategien, Recherchestrategien, Lesestrategien, Schreibstrategien oder Präsentationsstrategien, im Fokus.
Bei der Nominierung der Lernenden ist berücksichtigt worden, dass das Projekt besonders leistungsstarken Lernenden einerseits eine Herausforderung im schulischen Alltag bietet, andererseits aber eine hohe Eigenmotivation voraussetzt. Durch den langen Projektzeitraum sind die Teilnehmenden dauerhaft angehalten, nicht nur die Anfertigung der Projektarbeit und des Vortrags zu bewältigen, sondern aufgrund der Organisation als Drehtürmodell auch den Unterrichtsstoff nachzuarbeiten. Das Projekt richtet sich also insbesondere an Lernende, die eine zusätzliche Herausforderung über den regulären Unterricht hinaus benötigen und die zusätzlich alle Auswahlkriterien über die Maße erfüllen.
Kriterien der Auswahl / Nominierung:
- Auf dem Halbjahreszeugnis sind ausschließlich gute und überwiegend sehr gute Leistungen attestiert.
- Die Klassenkonferenz ist überzeugt, dass diese hervorragenden Leistungen aufgrund von verstärkten Fähigkeiten im selbstregulierenden Lernen entstanden sind.
- Die Klassenkonferenz ist überzeugt, dass die Nominierung keinen negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit im Regelunterricht hat - eine Garantie übernimmt sie deswegen jedoch natürlich nicht.
- Pro Jahrgangsstufe wird neben zwei Nominierungen pro Klasse auch eine „Wild Card“ ausgegeben an eine/n Lernende/n, die / der das erste Kriterium nicht erfüllt hat, von der Klassenkonferenz jedoch bezüglich des zweiten und dritten Kriteriums vorgeschlagen worden ist. Die Entscheidung über die "Wild Card" der Jahrgangsstufe liegt im Weiteren dann bei der erweiterten Schulleitung aufgrund der Protokolle der Klassenkonferenzen.








